Der Haupt-, Finanz- und Wirtschaftsausschuss hat am 28. April den Weg für eine Neuregelung der Schülerbeförderung im Primarbereich ab dem Schuljahr 2026/2027 freigemacht. Hintergrund ist, dass die Rhein-Sieg-Verkehrsgesellschaft (RSVG) das bisherige Primaticket nicht mehr anbietet und ein neuer Vertrag notwendig wurde. Das Ratsbündnis aus CDU, FDP und Aufbruch! unterstützt die nun vorliegende Lösung ausdrücklich.
Künftig erhalten freifahrtberechtigte Grundschulkinder das „Deutschlandticket Schule“. Der städtische Anteil liegt bei 63 Euro pro Ticket und damit neun Euro unter den bisherigen Kosten. Bei aktuell 275 Tickets ergibt sich eine jährliche Entlastung von rund 27.225 Euro.
Ein zentrales Anliegen vieler Eltern war es, auch für nicht freifahrtberechtigte Kinder ein attraktives Ticketangebot zu erhalten. Nicht freifahrtberechtigt sind Kinder, die unter 2km Entfernung zur Schule wohnen. Für sie ist die Übernahme der Kosten für ein Ticket nicht gesetzlich vorgeschrieben und aus aushalterischen Gründen freiwillig nicht möglich. Das neue Modell ermöglicht nun aber genau das: Eltern zahlen künftig 43 Euro monatlich, die Stadt übernimmt freiwillig 20 Euro. Finanziert wird dieser Zuschuss aus der Ersparnis bei den neuen Tarifen für die freifahrtberechtigten Schülerinnen und Schülern. Die Eltern haben selbstverständlich die Wahl, ob sie das vergünstigte Ticket für ihr Kind beziehen möchten.
CDU-Fraktionsvorsitzender und Sprecher im Ausschuss, Sascha Lienesch MdL, betont die Bedeutung dieser Entscheidung: „Wir schaffen eine verlässliche, wirtschaftliche und zugleich moderne Lösung für die Schülerbeförderung. Mit dieser Lösung zeigen wir, dass verantwortungsvolle Haushaltsführung und gute Angebote für Familien kein Widerspruch sind.“
FDP-Vertreter Jörg Pütz hebt den verkehrspolitischen Mehrwert hervor: „Wir stärken nachhaltige Mobilität und reduzieren den Druck durch Elterntaxis vor den Schulen. Ein bezahlbares Ticketangebot für alle Familien ist ein wichtiger Schritt für mehr Sicherheit und weniger Verkehr im direkten Schulumfeld.“
Das Ratsbündnis sieht in der neuen Lösung nicht nur eine organisatorische Notwendigkeit, sondern auch einen Beitrag zur Mobilitätserziehung und zur Entlastung der Eltern.
„Wir wollen, dass Kinder früh lernen, sich sicher und selbstständig im öffentlichen Raum zu bewegen. Das neue Ticketmodell unterstützt genau dieses Ziel und stärkt gleichzeitig die Wahlfreiheit der Familien,“ erklärt Wolfgang Köhler vom Aufbruch!
Die Verwaltung wird zum Jahresende 2026 eine umfassende Auswertung vorlegen – sowohl zur Nutzung der Tickets als auch zur Kostenentwicklung. Das Ratsbündnis begrüßt diese Transparenz ausdrücklich.
„Eine datenbasierte Evaluation ist wichtig, um das Angebot bei Bedarf weiterzuentwickeln und langfristig tragfähig zu gestalten“, so Lienesch abschließend für das Ratsbündnis.

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