Das Ratsbündnis aus CDU, FDP und Aufbruch! hat einen weitreichenden Antrag zum Hitzeschutz in die kommende Sitzung des Haupt-, Finanz- und Wirtschaftsausschusses am 24.09.2026 eingebracht. Ziel des Antrags ist es, Sankt Augustin besser auf zunehmende Hitzeperioden vorzubereiten. Die Stadt soll künftig bei allen Neubau- und Sanierungsvorhaben den Hitzeschutz besonders berücksichtigen und gleichzeitig eine systematische Bestandsaufnahme aller städtischen Gebäude vornehmen – von Kitas über Schulen bis hin zu öffentlichen Einrichtungen. Auf dieser Grundlage soll eine priorisierte Maßnahmenliste entstehen, die in den kommenden Jahren Schritt für Schritt umgesetzt wird.
Bereits jetzt zeigt sich, wie dringend diese Maßnahmen sind. CDU-Fraktionsvorsitzender Sascha Lienesch betont: „Sankt Augustin wird immer wieder als einer der heißesten Orte in NRW genannt. Wir müssen unsere Gebäude und öffentlichen Räume so gestalten, dass sie den Menschen auch in extremen Sommern Schutz bieten.“
Ein zentraler Bestandteil des Antrags ist die Verbesserung des öffentlichen Raums. In jedem Stadtteil soll ein „Wasser-Element“ entstehen – etwa ein Brunnen, Trinkwasserbrunnen oder eine Sprühnebel-Anlage. Zudem sollen Schulhöfe, Spielplätze und öffentliche Plätze durch zusätzliche Bäume, Sonnensegel oder Entsiegelung hitzeresilient gestaltet werden. Jörg Pütz (FDP) hebt hervor: „Wir wollen Orte schaffen, die Abkühlung bieten und gleichzeitig die Aufenthaltsqualität steigern. Das ist wichtig – insbesondere für unsere zukünftigen Generationen.“
Auch die Nutzung externer Förderprogramme spielt eine wichtige Rolle. Die Landesregierung NRW hat neue Klimaanpassungsprogramme angekündigt, die gezielt Kitas und Schulen unterstützen sollen. Das Bündnis möchte mit dem Antrag die Verwaltung beauftragen, diese Programme auszuwerten und Fördermittel zu beantragen, sobald die Richtlinien vorliegen. Wolfgang Köhler (Aufbruch!) betont: „Wir wollen jede Chance nutzen, um Fördermittel nach Sankt Augustin zu holen. Gleichzeitig werden wir dafür sorgen, dass die Stadt unabhängig davon eigene Mittel bereitstellt und sofort handeln kann.“
Mit dem Antrag setzt das Ratsbündnis ein klares Zeichen: Sankt Augustin soll eine klimaresiliente Stadt werden, die ihre Bürgerinnen und Bürger wirksam vor Hitze schützt und gleichzeitig lebenswerte öffentliche Räume schafft.

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