Tagespflege-Plätze in Sankt Augustin

08.09.2019
Fraktion

Bekanntlich fehlen in Sankt Augustin circa 300 Kita-Plätze. Die Schaffung weiterer Kita-Plätze durch Ausbau und Neubau von Kitas ist zumindest kurzfristig nur begrenzt möglich. Viele Eltern sehen einen Platz in der Tagespflege bei Tagesmutter bzw. Tagesvater als Alternative an.

Die CDU möchte deshalb die Möglichkeiten zur Schaffung weiterer Tagespflege-Plätze diskutieren. Die Verwaltung der Stadt Sankt Augustin hat als Antwort auf unsere Anfrage vom 1. Juli 2019 (siehe Anlage) einen aktuellen Überblick zum Thema erstellt. Folgende Eckpunkte daraus erscheinen uns besonders wichtig:

-       Derzeit gibt es 220 Betreuungsplätze verteilt auf 45 Tagespflegepersonen. Die Tagespflege ist vorrangig ein Angebot für Kinder unter 3 Jahren. Doch wenn Kinder über 3 Jahren keinen Platz in einer Kita erhalten, dann ist eine Betreuung bei einer Tagespflegeperson ebenfalls möglich (derzeit elf Fälle).

-       Grundsätzlich können die meisten Eigenheime für eine Tagespflege genutzt werden. Allerdings können in der Vorbereitung Kosten entstehen u.a. für Sicherheitsaspekte (z.B. Fallschutzgitter), Ausstattungsgegenstände (z.B. Hochstühle), Rückzugsmöglichkeiten (z.B. für den Mittagsschlaf) und Spielmaterial.

-       Derzeit fördert die Stadt die Tagespflege-Plätze u.a. durch einen Mietzuschuss bei für die Tagespflege angemietetem Wohnraum, aber nicht im Sinne der oben genannten Kosten für die Vorbereitung eines Eigenheims.

Laut Aussage der Verwaltung steht ein deutlicher Ausbau der Tagespflege-Plätze (jenseits der geschätzten zusätzlichen 25 Plätze) derzeit ihrerseits nicht im Fokus. Deshalb möchte die CDU in den kommenden Monaten im Rahmen der Haushaltsberatungen für den kommenden Doppelhaushalt 2020/2021 das Thema vertiefen. Wir sind der festen Überzeugung, dass eine Förderung weiterer Tagespflege-Plätze ein wichtiger Baustein ist, um die Kinderbetreuung in unserer Stadt zu verbessern. Dabei suchen wir selbstverständlich auch die Abstimmung mit den anderen Fraktionen im Rat sowie den Freien Trägern. Nur so können wir dieses für unsere Stadt und unsere Kinder so wichtige Thema mit möglichst großer Mehrheit voran bringen.