CDU entsetzt über Nachricht zur Schließung der Kinderklinik

CDU entsetzt über Nachricht zur Schließung der Kinderklinik
02.07.2019
Fraktion

Die CDU Sankt Augustin ist entsetzt über die Ankündigung des Asklepios Konzern über die beabsichtigte Schließung des Deutschen Kinderherzzentrums und der Kinderklinik Sankt Augustin.

„Bereits vor 2 Jahren bei der Schließung der Geburtsstation und Neonatologie haben wir diese Entwicklung befürchtet. Es handelte sich um einen strategischen Fehler des Konzerns, die jetzt zu diesen Konsequenzen geführt hat“, so Sascha Lienesch, stv. Vorsitzender der CDU-Fraktion im Rat der Stadt Sankt Augustin und sozialpolitischer Sprecher der CDU. Diese Management-Fehler fallen dem Konzern jetzt auf die Füße.

Für Sankt Augustin wäre die Schließung ein heftiger Schlag. Nicht nur die Kinderklinik ist ja direkt betroffen mit vielen Arbeitsplätzen, sondern auch periphere Einrichtungen wie die Oase. Mehr als 30 ehrenamtliche Mitarbeiter sorgen hier dafür, dass Familien mit schwer kranken Kindern hier täglich Ruhe und Entspannung finden können, egal, ob sie stationär oder ambulant in der Klinik sind. Ebenso ist fraglich, ob das tolle Ronald McDonald Haus fortbestehen kann. Hier können Eltern von kranken Kindern auf Zeit wohnen, während ihr Kind in der Kinderklinik oder dem Herzzentrum behandelt wird. Gibt es keine Patienten mehr in Sankt Augustin, so ist doch fraglich, ob das Haus fortbestehen kann.

„Ich bin Landrat Sebastian Schuster sehr dankbar, dass er kurzfristig Gespräche im Landesgesundheitsministerium und mit dem Vorstand von Asklepios führen wird, um auszuloten, was hier noch getan werden kann, um die Schließung zu verhindern“, so Lienesch weiter.

Die Christdemokraten könnten sich einen Trägerwechsel oder Kooperationen mit anderen Kliniken vorstellen. Ob dies rechtlich und finanziell möglich ist wäre zu klären – und natürlich, ob es überhaupt Interesse anderer Träger an einem solchen Modell gäbe. Der Investitionsstau in der Kinderklinik in Sankt Augustin ist auch nicht unerheblich, da der Asklepios Konzern in den letzten Jahren zu wenig investiert hat. Hier ist nicht nur das Land in der Pflicht, sondern eben auch der Träger selbst, der bundesweit Gewinne in Millionenhöhe einfährt.

Für Sankt Augustin und seine Bürgerinnen und Bürger ist die Kinderklinik nicht nur ein Ort der medizinischen Versorgung und Arbeitsplatz, sondern eine Institution und Aushängeschild der „Wissenstadt PLUS“. Die Menschen in Sankt Augustin identifizieren sich mit der Klinik. Eine Schließung wäre nicht nur objektiv eine Katastrophe.